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Bernd Fundheller

Landleben kommunal...

...unter diesem aktuellem Thema trafen sich am Samstag den 09.03.2019 Politiker und kommunale Akteure aus den Bundesländern Bayern, Hessen und Thüringen in dem verschlagenem Örtchen Blankenstein, nahe der bayrischen und sächsischen Grenze, in Thüringen. So kam aus dem Bundesland Hessen neben der Landesvorsitzenden der hessischen Linken, Petra Heimer, verschiedene Mandatsträger der dort ansässigen Gemeinde- und Stadträte. Aus Bayern konnten Stadträte der Linken in Hof und Mitglieder des Kreisvorstandes Ostfranken begrüßt werden.
Zu dieser Veranstaltung hatte der Verein Thüringergestalter KOPOFOR eingeladen und die Themen in den verschiedenen Arbeitsgruppen aufgeteilt. Ralf Kalich (MdL) begrüßte alle Anwesenden herzlichst und sprach sich für einen regen Erfahrungsaustausch aus. An seiner Seite standen die Mitglieder des Thüringer Landtages Ute Lukasch, Gudrun Lukin und Frank Kuschel um in den speziellen Workshops dann Rede und Antwort stehen zu können. In einem kurzen Grußwort des aktuellem Bürgermeisterkandidaten, Peter Keller (parteilos), hob er die gute Entwicklung des Ortes Blankenstein hervor. Mit der Enstehung des Mercer Zellstoffwerkes aus den dahmaligen Gesellschaften ZS Holz GmbH und ZPR-Logistik GmbH, konnten in den letzten Jahren die Abwanderungen von vielen auch jungen Menschen eingeschränkt werden. Nun müsse aber auch ein Angebot und Attraktionen den Hiergebliebenen gemacht werden um diese Menschen auch hier zu halten, betonte Peter Keller mit Blick auf die Zukunft dieser Region in Thüringer. Die neu gegründete Landgemeinde Rosenthal am Rennsteig bietet dazu die besten Möglichkeiten, so der Bürgermeisterkandidat. Als wichtigsten Herausforderung sieht er dabei die Aktivierung der sogenannten Höllenthalbahn, die nicht nur den Fernverkehr auf den Straßen entlasten würde sondern auch ein wichtiger ÖPNV Faktor für die Belebung des Tourismus in der gesamten Saaleregion wäre. Dabei konnte er das Projekt der längsten Seilbahn der Welt, die in der Gemeinde Rosenthal geplant ist, in diesem Zusammenhang nicht unerwähnt lassen. Nach den einleitenden Worten des Vorstandsmitgliedes des Vereins Thüringengestalter Frank Kuschel zur Situation ländlicher Raum oder „Landleben kommunal“, verständigten sich die Anwesenden in verschieden Arbeitsgruppen zu den Themen bezahlbares Wohnen, ländlicher ÖPNV und Staßenausbaubeiträgen. Hier galt es die Erfahrungen und die Entwicklung zu diesen Themen in den einzelnen Länder auszutauschen zu diskutieren. In der abschließenden Berichterstattung aus den einzelnen Arbeitsgruppen war deutlich zu erkennen, dass sich die Forderungen aus den unterschiedlichen Gebieten kaum unterscheiden. Bezahlbares Wohnen muss eines der Schwerpunktaufgaben der Linken in den nächsten Jahren sein. Erreichbarkeit und Teilhabe an den Haupt- und Mittelzentren in der Region, muss durch einen bezahlbaren und ausreichenden ÖPNV gesichert werden und die Abschaffung der Straßenausbaubeiträge haben fast alle Länder erreicht, die noch nicht so weit sind, sind im Zugzwang. Ein zukunftsorientiertes und solidarisches Wohnprojekt, wo die Hausbewohner auch Hausbesitzer sind wurde durch die Gesellschaft „Distel im Beton GmbH“ (https://www.s-e-k.info) vorgestellt. Ein Projekt, das vor allem bei jungen Leuten ein hohes Interesse weckt. Als ein Länderübergreifendens Projekt bezüglich ÖPNV stellte sich die Idee der Aktivierung der sogenannten Höllenthalbahn dar. Mit dieser Bahn würde die Länder Bayern und Thüringen einen wichtigen Schritt gegen das Abhängen von Regionen und für das Erschließen von touristischen Räumen gehen. Staßenausbaubeiträge sind in Bayern abgeschafft und Thüringen zieht in diesem Jahr nach. Jetzt steht die Aufgabe noch vor den hessischen Kommunal- und Landespolitikern diese Problem zu meistern, aber sie waren sehr zuversichtlich.
Fazit dieser Veranstaltung war, der ländliche Raum ist mit größerer Aufmerksamkeit zu betrachten. Gleichwertige Lebensräume müssen für alle Menschen geschaffen werden und dabei müssen die dort lebenden Menschen auch teilhaben können an kulturellen, sportlichen und bildenden Einrichtungen der Region.