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Höllentalbahn bleibt im Gespräch

Foto: Peter Hagen (OTZ)

Die Höllentalbahn von Triptis bis nach Marxgrün in Bayern wäre nicht nur ein Verkehrstechnisches Schmuckstück für die Region im Thüringer Meer sondern auch ein verkehrstechnische Entlastung für den Schwerlast- und Güterverkehr durch unzählige orte in den Landkreisen Hof und Saale-Orla. Thüringen und Bayern brauchen die Reaktivierung der Höllentalbahn, um die Straßen vom Lkw-Verkehr mit den vielen Holztransporten zu entlasten. Mit Nachdruck hat darauf jetzt noch einmal Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) hingewiesen. Diese Reaktivierung würde nicht nur eine Verkehrsberuhigung in den Orten bedeuten sondern auch im zweiten Schritt die Strecke für den ÖPNV attraktiver machen und den Tourismus im Saale-Orla-Kreis bereichern. Eine Zusicherung zur Vereinbarung, täglich 300 LkW-Fuhren mit Holz auf das Gleis zu bringen bekräftigte ein Bahn-Vorstandsmitglied in kürzlich geführten Gesprächen. Das Thema wird auch weiterhin einen sensiblen Charakter haben. Von Emissionsschutz über Naturschutz bis zu Veränderung in der Arbeitswelt werden viele Fragen erörtert und geklärt werden müssen. Mit der Wiederbelebung der Höllentalbahn wird es weniger Wochenendverkehr und Nachtverkehr auf den Straßen geben und eines wurde auch deutlich zum Ausdruck gebracht auf diesen Gleisen wird niemals ein Chemietransport fahren.
Neben dem Interesse der Reaktivierung durch den "Höllentalnetz e.V." kommt nun auch die Unterstützung aus einem neugegründeten Verein "Bahnbetriebswerk Saalfeld" hinzu. Solche Betriebswerke sind notwendig um die historischen Lok`s und Wagons fahrbereit zu halten und notwendige Instantsetzungen durchzuführen. Das sich im Besitz der Stadt Saalfeld befindliche Bahnbetriebswerk kann bereits über eine intakte Infrastruktur berichten. Eine neusanierte Drehscheibe und die Nutzung der dazugehörigen Lokschuppen sind gewärleistet. Mit konkreten Vorschlägen und Ideen verweist das Vereinsmitglied Roland Beyer auf die Nutzung durch den Personenverkehr als ein wichtiges Standbein für den Tourismus über die Ländergrenzen hinaus.