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Jobcenter – Programme weiter wichtig

Zu einem Informationsgespräch zur Arbeitsmarktsituation hat sich der Abgeordnete der Linken im Thüringer Landtag Ralf Kalich mit der Geschäftsführerin des Jobcenters SOK in Schleiz getroffen. Nach dem Arbeitsmarktpolitischem Gespräch in Jena war es dem Abgeordneten von Bedeutung auch die Situation am Arbeitsmarkt im SOK zu hinterfragen. Zu den ersten Fragen der Arbeitslosigkeit im SGB II Bereich konnte die Geschäftsführerin für den Monat Oktober erfreuliche Zahlen benennen, die unter dem Durchschnitt des Landes und auch des Bundes liegen. So betragen diese im SOK 2,3 % und an einem Beispiel des Altkreises Schleiz sogar nur 1,5%. Trotz dieser erfreulichen Zahlen erreichen andere Probleme den Jobcenter. Die Prognosen für die kommenden Jahre auf dem Arbeitsmarkt zeigen, dass ein erhebliches Defizit an Fachkräften entsteht. Absehbar ist dies an der sinkenden Anzahl der Jugendlichen, die eine Ausbildung im SOK aufnehmen. Ein grundsätzliches Umdenken wird hier von den Arbeitgebern erwartet, um junge Menschen in ihrem Betrieb in Ausbildung zu bekommen bzw. Fachkräfte zu akquirieren. So bieten schon einige Betrieb ihre Auszubildenden einem Ausbildungszuschuss, Übernahmen bei den Fahrtkosten, Zuschüssen in Lehrlingsunterkünften bzw. die Übernahme der Kosten für die benötigten Lehrmittel an. Mit etwas Skepsis sieht die Geschäftsführerin der Änderung des SGB II aus der Bundesregierung entgegen. Mit der Erweiterung des § 16i soll das Problem der Langzeitarbeitslosigkeit einer Lösung entgegengebracht werden. Grundsätzlich wird die vom Jobcenter begrüßt, nur sieht sie bei der Finanzierung durch die Träger auf längeren Zeitraum kaum Chancen zur Lösung des Problems. Dies wurde bereits bei dem Gespräch zur Arbeitsmarktsituation in Jena festgestellt. Hier sollten Land und Bund Möglichkeiten suchen um eine effektiven Finanzierung besonders im öffentlichen Sektor abzusichern. Ralf Kalich (MdL) nahm die Bedenken auf und sagte zu, diesbezüglich mit dem zuständigen Ministerium Gespräche zu führen.