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Zerstörung des Mahnkreuzes für Todesmarschopfer am Lemnitzhammer

Foto nach der Aufstellung des Mahnkreuzes zum 9. November 2020.

Anschlag auf Erinnerungskultur - Zerstörung des Mahnkreuzes für Todesmarschopfer am Lemnitzhammer zeigt Handlungsbedarf - Regionalgeschichte des Holocaust weiter thematisieren

In der Nacht von Sonntag zu Montag wurde das Mahnkreuz für die Todesopfer des Todesmarsches am Lemnitzhammer bei Harra mutwillig zerstört. Die Gedenkstätte erinnert an sieben von der SS ermordete und verscharrte Menschen. Die KZ-Häftlinge gehörten zu dem ersten "Evakuierungsmarsch", der am 07. April 1945 im Konzentrationslager Buchenwald startete.  Der oder die mutmaßlich extrem rechts motivierten Täter sägten das im November 2020 aufgestellte Mahnkreuz ab, und ließen es an Ort und Stelle liegen.

Ralf Kalich, Landtagsabgeordneter und Gemeinderatsmitglied in Rosenthal am Rennsteig, verurteilt diesen Anschlag auf die Erinnerungskultur in unserer Heimatregion aufs Schärfste: "Die Initiative von Mitgliedern unserer Gemeinde hatte letztes Jahr dieses wunderbare Holzkreuz am Ort der damaligen Verbrechen aufgestellt, und damit einen wichtigen Beitrag geleistet, um die Lehren der Vergangenheit für die Zukunft zu bewahren. Dieser Anschlag auf die Erinnerungs- und Gedenkkultur macht deutlich, wie wichtig die Bildungsarbeit zur Geschichte des Nationalsozialismus weiterhin ist. Die Verantwortung für den Anstieg von Geschichtsrevisionismus und Holocaust-Leugnungen tragen politische Kräfte, die in Berlin eine erinnerungspolitische 180-Grad-Wende fordern und antisemitische Hetze in Telegram-Gruppen verbreiten."

Aus Sicht des Kreisverbandes der Partei DIE LINKE ist es erforderlich, dass die kommunalpolitischen Vertreter*innen, aber auch zivilgesellschaftliche und kirchliche Organisationen, sich aktiv an den Gedenk- und Erinnerungstagen, wie dem 27. Januar oder dem 8.Mai, an Mahn- und Gedenkveranstaltungen beteiligen. Vorstellbar sei an einer gemeinsamen Strategie zu arbeiten, um die Verbrechensgeschichte des Nationalsozialismus aus regionalgeschichtlicher Sicht für die Bildungsarbeit an Schulen und in Museen zu erschließen.

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