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OTZ

Bekenntnis zur Höllentalbahn

Am Gleis nach Bayern: Staatssekretärin Susanna Karawanskij, Ralf Kalich, Bürgermeister Peter Keller

OTZ: Rosenthal am Rennsteig - Gemeinde wird Mitglied in der Verkehrsinitiative Höllennetz. Das Umweltverträglichkeitsgutachten liegt dem Umweltministerium jetzt vor.

Die Gemeinde Rosenthal am Rennsteig wird Mitglied der Verkehrsinitiative Höllennetz. Mit seinem einstimmig gefassten Beschluss hat der Gemeinderat ein klares Bekenntnis zur Prüfung einer Reaktivierung der seit 1945 unterbrochenen Bahnverbindung zwischen Thüringen und Bayern gegeben. Unterdessen soll ein Umweltverträglichkeitsgutachten fertiggestellt und dem Thüringer Umweltministerium zur Bewertung vorgelegt worden sein.

Aktuell 34 Mitglieder

Rosenthal am Rennsteig stellt den Antrag auf Mitgliedschaft in der Verkehrsinitiative Höllennetz e.V., die im Mai 2005 gegründet worden war mit dem Ziel, eine Reaktivierung der Höllenbahn in die Wege zu leiten und zu einem Umdenken in der Verkehrspolitik auch in der fränkisch-thüringischen Region beizutragen. Aktuell zählt diese Verkehrsinitiative 34 Mitglieder, darunter mit Naila und Hof bislang auch zwei Gemeinden, wie Fritz Sell als 1. Vorsitzender mitteilt. Inzwischen hat auch Bad Lobenstein signalisiert, dieser Verkehrsinitiative beizutreten. Der Mitgliedsbeitrag liegt bei 150 Euro jährlich.

Breite Diskussion angekündigt

"Dies ist ein Signal nach draußen, dass wir es uns als Gemeinde vorstellen können, auf dieser Bahnstrecke wieder Züge fahren zu lassen", erklärte Gemeinderatsmitglied Ralf Kalich (Linke). Er persönlich befasse sich inzwischen seit 22 Jahren intensiv mit diesem Thema. Die Gespräche dazu könnten in wenigen Wochen an Fahrt aufnehmen, da inzwischen ein Umweltverträglichkeitsgutachten erstellt worden sei, das nunmehr dem Thüringer Umweltministerium vorliege. "Dort wird jetzt eine fachliche Expertise erstellt, die dann auch ans Bayerische Umweltministerium geht", kündigte Kalich im Gespräch mit unserer Zeitung an. Mit der Stellungnahme des thüringischen Umweltministeriums solle schließlich eine breite öffentliche Diskussion geführt werden, so Kalich. "Es ist dann möglich, über alles zu reden, was für oder gegen eine Reaktivierung spricht."

Berechtigte Anliegen

Gerade auf oberfränkischer Seite gäbe es laut Kalich von Anwohnern entlang der nicht entwidmeten, sondern lediglich stillgelegten Bahntrasse berechtigte Fragen und Forderungen. Diesbezüglich werde schon jetzt als unumstößlich zugesagt, dass es keinen Güterverkehr an den Wochenenden und keinen Nachtverkehr geben soll, zudem dürften auf der Strecke durchs Höllental keine Gefahrguttransporte stattfinden. Und zugesagt werde darüber hinaus, dass der Personenzugverkehr zwischen Hof und Bad Steben keine Einschränkungen erfährt. Doch gerade angesichts des vorgesehenen Hängebrückenprojektes spreche auch vieles dafür, viel mehr Personenverkehr von der Straße auf die Schiene zu bringen, so Kalich.

 

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