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1. Juli 2018 Peter Cissek / 01.07.18 / OTZ

Schwimmende Ferienhäuser auf Thüringer Meer in Saalburg eröffnet

Das Eigentümerpaar Sascha Horn und Jasmin Franz im Gespräch mit Ministerpräsident Bodo Ramelow und Landrat Thomas Fügmann (von links). Am Sonntag wurden die beiden schwimmenden Ferienhäuser namens TreibHouse auf dem Thüringer Meer in Saalburg feierlich eröffnet. Foto: Peter Cissek

Das Eigentümerpaar Sascha Horn und Jasmin Franz investierten einen mittleren sechsstelligen Euro-Betrag in das Vorhaben. Die Hausboote haben die Namen Wolfgang und Carlos. Auf eine Schiffstaufe wolle er bewusst verzichten, sagte Investor Sascha Horn am Sonntag bei der feierlichen Eröffnung am Thüringer Meer bei Saalburg. Denn die beiden Hausboote sollen vorrangig als schwimmende Ferienhäuser namens TreibHouse dienen und als solche ganzjährig, in der Saison wochenweise an Urlauber vermietet werden. Der geschäftsführende Gesellschafter der Heberndorfer Leistenfabrik, der mit seiner künftigen Gattin Jasmin Franz einen mittleren sechsstelligen Euro-Betrag in das Vorhaben investierte, gab den Hausbooten die Namen Wolfgang und Carlos. „Das waren zwei Menschen, die mich sehr geprägt haben“, sagte der 40-Jährige. Wolfgang war sein vor zweieinhalb Jahren verstorbener Vater, der ihm den Impuls gab, neben dem Familienbetrieb auch etwas Eigenes auf die Beine zu stellen. Weil der schwankende Wasserpegel der Bleilochtalsperre keine Verbindung mit einer Steganlage an Land zuließ, wurde eine fest verankerte Insel mit Trinkwasser- und Elektroanschluss errichtet. An dieser – je nach Pegel – 200 bis 250 Meter vom Ufer des Campingplatzes Kloster entfernten Marina sind die TreibHouses befestigt. Den Mietern der beiden schwimmenden Ferienwohnungen steht jeweils ein Zubringerboot mit Elek­tromotor zur Verfügung. Jedes Hausboot hat eine Wohnfläche von 34 Quadratmetern. Der größte Raum besteht aus einer offenen Wohnküche mit bodentiefen Fenstern und einem Kaminofen zusätzlich zur Gasheizung. In einem der beiden Schlafzimmer gibt es Doppelstock­betten. Die Ferienhäuser verfügen über je eine 15 Quadratmeter große, mit Lärchenholz beplankte Terrasse. Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) lobte in Anwesenheit von Staatssekretärin Valentina Kerst (SPD), Landrat Thomas Fügmann (CDU), den Landtagsabgeordneten Ralf Kalich (Linke) und Christian Herrgott (CDU) sowie Bürgermeister Volker Ortwig (FDP) das Engagement von Sascha Horn und Jasmin Franz, die ohne Fördermittel eines der ersten touristischen Projekte an den Thüringer-Meer-Schwerpunktorten umgesetzt haben. „Am Standort Saalburg wird nun der Weg für weitere Investitionen frei gemacht“, sagte Ramelow der OTZ. Drei Millionen Euro aus dem Vermögen von Parteien und Massenorganisationen der DDR – die auch Fördermittel nach sich ziehen können – stehen dem Landessportbund für Investitionen in das Seesport und Erlebnispädagogische Zentrum Kloster (SEZ) zur Verfügung. Ramelow habe am Freitag auf Bitten des Jenaer Investors Rico Tietze eine Runde mit weiteren Investoren, dem Landrat, Bürgermeister und Stadtratsmitgliedern moderiert. Dabei habe man durch Grundstückstausch folgende Einigung erzielt: Der Oberkotzauer Claus Anders wird auf dem Gelände hinter der Werft – wie auch Fredi Vogler nahe der Sperrmauer – innovative Ferienhäuser über die Internationale Bauausstellung Thüringen (IBA) errichten.